Money rules? Arbeitnehmer setzen mehr Wert auf Kultur als Geld

Schlechte Nachrichten für alle Unternehmen, die dachten, mit hohen Gehaltsversprechungen lockt man genügend Arbeitnehmer an: Eine Umfrage der Recruitingplattform Glassdoor hat ergeben, dass sich über drei Viertel der deutschen Befragten vor einer Bewerbung über die Unternehmenskultur informieren. Einer der Gründe dafür: Viele Arbeitnehmer sind der Meinung, dass die Unternehmenskultur einen höheren Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit hat, als das Gehalt. Wie einst schon Konfuzius sagte: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag mehr zu arbeiten.“

Darüber hinaus ist 61 Prozent der Deutschen wichtig, dass sie nicht nur die Unternehmenskultur ihres potenziellen Arbeitgeber kennen, sondern auch, dass die eigene Lebensphilosophie mit der des Arbeitgebers übereinstimmt. Doch selbst wenn der Arbeitnehmer bereits bei einem Unternehmen angestellt ist, ist über die Hälfte der deutschen Befragten bereit, ihren Job zu wechseln, falls die Unternehmenskultur sich ins Negative verändert. Und das ist auch gut so, denn nur wer sich mit seinem Arbeitgeber identifizieren kann, kann auch entsprechende Leistungen und Engagement zeigen.

Neben einer passenden Unternehmenskultur ist deutschen Arbeitnehmern außerdem eine passende Führungskraft wichtig. Klar, wer will schon tagtäglich seinen Arbeitsplatz mit einem*einer Tyrann*in als Chef*in teilen. Die Unternehmensphilosophie sollte also nicht nur ein Aushängeschild nach außen sein, sondern sich tatsächlich im Arbeitsalltag bemerkbar machen.

Was hingegen – überraschenderweise – bei den meisten Arbeitnehmern keine hohe Priorität hat, ist die heutzutage häufig erwähne Work-Life-Balance. Aber wer braucht das schon, wenn der Job Erfüllung genug ist.


Business Punk Redaktion

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