Lemonade: Eine Versicherung für Generation Instagram

Als Schüler*in kann es für die Meisten gar nicht schnell genug gehen, endlich in eine eigene Wohnung ohne Eltern zu ziehen. Da ist man sich auch noch nicht so ganz bewusst, was für Verpflichtungen und Arbeit eine eigene Wohnung mit sich bringt.

Ganz von dem Umzugsstress abgesehen, gibt es eine Menge bürokratischer Hürden, auf die junge Erwachsene* nicht vorbereitet werden. Benötige ich eine eigene Krankenversicherung? Und wie sieht das mit meiner Haftpflicht aus? Als Student*in kann ich zwar weiterhin bei den Eltern versichert bleiben, aber auch diese Zeit ist irgendwann vorbei.

Dann benötigt die Generation Instagram ihre ganz eigene Haftpflichtversicherung.

Und genau da setzt das Versicherungsunternehmen Lemonade an. Statt Terminen mit Berater*in vor Ort soll sich eine Versicherung bei Lemonade innerhalb kürzester Zeit über die App abschließen lassen. Vice President Yael Wissner-Levy weiß, wie man bequeme Digital-Natives dazu überzeugt: „Wenn man eine Versicherung bei uns abschließt, läuft das alles vollautomatisch über unseren Chat-Bot Maya.“

Bei einem Schadensfall soll dies ebenfalls vollautomatisch mit Hilfe eines Chat-Bots funktionieren. „Um Ansprüche zu stellen, können unsere Nutzer*innen einfach die Lemonade-App öffnen und klicken auf den ‚Anspruch stellen‘-Button. Unser Claim-Bot Maya stellt den Kund*innen dann ein paar Fragen zum Fall“, erklärt Yael Wissner-Levy. In 30 Prozent der Fälle solle die Erstattung komplett ohne menschliche Überprüfung funktionieren. Algorithmen sei Dank.

(Credits: Lemonade)

Das digitale Angebot scheint bei den Verbraucher*innen gut anzukommen. In den USA konnte Lemonade in den ersten drei Jahren 500.000 Kunden gewinnen und erreicht eine Unternehmensbewertung von ca. zwei Milliarden Dollar. Für den deutschen Markt beobachte das Unternehmen ein ähnliches Wachstumsmuster, wie bei ihrem Produktlaunch in Amerika, so Wissner-Levy.

(Credits: Lemonade)

Lemonade möchte seine Nutzer*innen nicht nur mit der Anmeldung vom Smartphone aus überzeugen, sondern auch mit sozialem Engagement. Schon beim Einrichten der Versicherung werden Kund*innen gebeten, eine gemeinnützige Organisation auszuwählen, wie beispielsweise das Rote Kreuz.

„Jedes Mal, wenn man einen Anspruch stellt, werden die Nutzer*innen daran erinnert, dass das verbrauchte Geld nicht an das Rote Kreuz gehen wird. Wir möchten damit niemanden einschüchtern, sondern sicherstellen, dass nur dann Ansprüche gestellt werden, wenn sie wirklich gebraucht werden. Am Ende des Jahres wird dann das gesamte übriggebliebene Geld der Nutzer*innen, die das Rote Kreuz ausgewählt haben, an die Organisation gespendet“, so Wissner-Levy.

Damit soll Lemonade Vorreiter für digitale Versicherungen sein, denn bisher habe die Branche „jede Revolution seit der industriellen Revolution ignoriert“, sagt Yael Wissner-Levy.

 


Michael Gnahm

Michael studiert Marketingkommunikation, weil er es mit klassischen Studiengängen wie Wirtschaftswissenschaften einfach nicht so hat. In den Journalismus ist er zufällig reingestolpert und mittlerweile voll in Love. In seiner Freizeit hört er gerne musikalische Kunstwerke aus dem Bereich des deutschen Sprechgesangs. Also komm ins Café, wir müssen reden!

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