In Italien hat die Polizei Prosecco-Pringles beschlagnahmt

Wenn Paprika, Chili oder Sour Cream nicht mehr reichen, müssen eben neue Geschmacksrichtungen für Chips her. Also wurden die Hersteller*innen der Kellogg’s-Marke Pringles besonders kreativ und schufen die Sorte „Prosecco & Pink Peppercorn“. Blöd nur, dass „Prosecco“ seit 2009 eine nach EU-Recht geschützte Ursprungsbezeichnung für Schaumweine und Stillweine aus Venetien und Friaul-Julisch Venetien ist. Genau deswegen hat die Polizei in Norditalien diese Woche hunderte Packungen aus einer Supermarktkette geräumt.

„Die Konfiszierung der Prosecco-Chips zeigt den Einsatz des italienischen Landwirtschaftsministeriums im Kampf gegen Plagiatprodukte und für den Schutz der Qualität unserer Lebensmittelprodukte“, kommentierte die regionale Agrarministerin Teresa Bellanova die Aktion.

❌❌❌ NON POSSIAMO PIU' TOLLERARE che si utilizzi senza autorizzazione una denominazione tutelata! Pensate: ieri in una…

Gepostet von Luca Zaia am Dienstag, 15. Oktober 2019

In einem Facebookpost kritisierte auch der Präsident von Venetien, Luca Zaia, dass in der Zutatenliste ein „nicht näher angegebenes Prosecco-Pulver“ genannt wurde: „Wir können nicht mehr zulassen, dass eine geschützte Bezeichnung ohne Genehmigung verwendet wird.“

Pringles hat laut Guardian bereits auf die Vorwürfe reagiert. Man habe die Chipssorte als limitierte Edition für die Weihnachtssaison 2018 produziert. Dafür habe man Prosecco zwar als Aromazutat und Name des Produkts verwendet, allerdings im Einklang mit geltendem EU-Recht. Und: „Wir planen nicht, diese Sorte zukünftig herzustellen.“

Dinge, die wir nicht wussten: Es gibt auch Pringles in der Geschmacksrichtung „Krabbencocktail“, „Gegrilltes Steak“, „Pekingente“, „Saure Gurken“ und einen ganzen Adventskalender.


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