Deepfake-Technologie zeigt, wie einfach man zu Will Smith oder Donald Trump werden kann

Als der Youtuber Azerrz den Titelsong der Serie „The Fresh Prince of Bel-Air“ zum Besten gibt, verwandelt er sich plötzlich in acht verschiedene Berühmtheiten. Er imitiert nicht nur die Stimmen der Stars – was alleine schon beeindruckend genug wäre – auch sein Gesicht ändert sich. Eben noch „Prince of Bel-Air“-Star Will Smith, rappt er wenig später als Arnold Schwarzenegger oder US-Präsident Donald Trump weiter.

Möglich ist das Ganze durch sogenanntes „Deepfake“. Das ist ein visueller Effekt, der mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und Machine Learning Gesichter austauscht. Dafür braucht es einen Algorithmus, dem man durch Videos und Bilder möglichst viele Informationen gibt – je mehr, desto exakter wird das Ergebnis.

Die Möglichkeiten, die sich dadurch für Video- und Filmemacher*innen ergeben, sind unendlich. Der Code hinter dem Programm ist als Open Source quasi für jedermann abrufbar. Doch das Face-Swappen birgt auch Risiken. Abhängig von der Qualität wird es immer schwerer, zu erkennen, ob es sich um eine reale Person oder einen Deepfake handelt.

Das Problem zeigte sich schon bei der Entstehung der Deepfakes im Jahr 2017: Der „Erfinder“ der Technologie hat auf Reddit unter dem User-Namen „deepfakes“ Pornos hochgeladen, in denen er die Gesichter der Darsteller*innen durch die von Prominenten ersetzt hatte.


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