Einfach mal machen: In Luxemburg sind die Öffis jetzt kostenlos

In deutschen Großstädten sind Monats- oder Jahrestickets für öffentliche Verkehrsmittel für Berufstätige gar nicht mal so günstig. Das Jahresticket für Berliner kostet, je nach ausgewählten Zonen, zwischen 728 und 961 Euro, in München darf man für ein Jahresabo mit allen Zonen inbegriffen über 2.000 Euro weinend auf die Theke legen.

Der Kleinstaat Luxemburg geht hier mit positivem Beispiel voran und bietet als erstes Land weltweit seit dem ersten März den öffentlichen Nahverkehr kostenlos für alle an – sogar für Tourist*innen und Pendler*innen. Dadurch dürfte ein erheblicher Teil der Bevölkerung vom eigenen Auto auf Bus, Tram und Bahn umsteigen. Luxemburg hofft, weitere Länder zum Umdenken zu bewegen.

Die Maßnahme kostet Luxemburg jährlich 41 Millionen Euro, die aus Steuermitteln finanziert werden. Die Regierung möchte so auch einen positiven Beitrag für die Umwelt leisten und Staus auf den Straßen reduzieren.

In Deutschland gibt es auch immer wieder Bestrebungen für einen kostenlosen Nahverkehr. Augsburg bietet beispielsweise einzelne Strecken in der Innenstadt kostenlos für alle Bürger*innen an.

Dass der Nahverkehr allerdings auch in ganz Deutschland kostenlos wird, scheint in naher Zukunft nicht umsetzbar zu sein. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen rechnet mit einer Einnahmenlücke von 12,8 Milliarden Euro, die dann vom Staat subventioniert werden müssten.


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