Zehn Bücher, um sich mit dem Thema Rassismus auseinander zu setzen

Der Tod durch Polizeigewalt an George Floyd hat weltweit für Proteste gesorgt. Nicht nur People of Color (PoC) sind auf die Straße gegangen, sondern auch Weiße. Denn: Rassismus und Diskriminierung von PoC finden strukturell statt. Nicht nur in der Politik, sondern auch in der Arbeitswelt. Hier ein paar Lesevorschläge, um sich für das Thema zu sensibilisieren:

„Exit Racism: Rassismuskritisch denken lernen“ –Tupoka Ogette

Tupoka Ogette bezeichnet sich selbst als „Expertin für Vielfalt und Antidiskriminierung“. Mit ihrem Buch hält sie uns zum einen den Spiegel vor, wie Rassismus funktioniert, wie tief er in der Gesellschaft verankert ist und wie er bewusst oder unbewusst reproduziert wird – auch von Menschen, die sich selbst als tolerant einschätzen würden. Zum anderen gibt sie Einblicke in ihre persönlichen Erfahrungen als Antirassismustrainerin. Mit „Exit Racism“ zeigt Ogette anhand von Übungen, wie man eine rassistischkristische Perspektive einnehmen und für sich selbst neue Strukturen schaffen kann. Ogettes Werk gibt es auch als Hörbuch auf Spotify.

„It’s About Damn Time: How to Turn Being Underestimated Into Your Greatest Advantage“  – Arlan Hamilton

Im Jahr 2015 gründete Arlan Hamilton Backstage Capital, einen Fond, der Gründer*innen unterstützt, die in der Businesswelt und im Silicon Valley unterrepräsentiert sind. Heißt klar ausgedrückt: Frauen, PoC und LGBT-Menschen. Die Autorin selbst ordnet sich allen drei Bereichen zu. Ihr Buch ist ein Ratgeber, wie man Understatement im Beruf zum Vorteil wenden kann. Dabei thematisiert sie unter anderem die Bereiche Resilienz, Selfcare und Selbstvertrauen.

„The Memo: What Women of Color Need to Know to Secure a Seat at the Table“ – Minda Harts

Die afroamerikanische Abgeordnete Shirley Chisholm sagte einst: „Wenn sie dir keinen Platz am Tisch geben, dann bring einen Klappstuhl mit“. Dieses Zitat und persönliche Erfahrungen von Harts inspirierten die Autorin, ein Buch über Karriereratschläge speziell für Women of Color zu schreiben. Denn diese sind in der Arbeitswelt unterrepräsentiert. Harts zeigt auf, vor welchen Herausforderungen sie stehen und wie sie sie bewältigen können. Das Buch gilt als Empowerment für Women of Color und als ein Wakeup-Call für nicht-beteiligte Menschen, etwas an den Missständen in der Arbeitswelt zu ändern.

„The Color of Money: Black Banks and the Racial Wealth Gap“ – Mehrsa Baradaran

In ihrem Buch schreibt Wissenschaftlerin Mehrsa Baradaran über das Thema wirtschaftliche Ungleichheit, die PoC aufgrund des weißen Systems erfahren müssen. Diese historische Ungerechtigkeit schafft laut der Autorin das Leid von heute. In ihrem Buch erzählt sie, wie wirtschaftliche Ungleichheit zu Stande kommt und PoC seit Generationen versuchen, dagegen anzukämpfen. Baradaran widmet sich im Zuge dessen einem Thema, das ihr zufolge in der Forschung oft ausgelassen wird: Banken, die von PoC geführt werden. Sie zeigt allerdings auch auf, dass diese Banken allein nicht die Lösung für das Problem des Wealth Gaps sind.

„Race, Work, and Leadership: New Perspectives on the Black Experience“ – Laura Morgan Roberts, Anthony J. Mayo & David A. Thomas

Auch wenn sich viele Unternehmen das Thema Diversity auf ihre Firmen-Flagge schreiben, sieht die Realität anders aus. In ihrem Buch machen die Autor*innen deutlich, dass Ethnie immer noch ein Hindernis für eine Einstellung als Führungsposition ist, insbesondere für Afroamerikaner*innen. Das Buch behandelt Kapitel zu Themen wie Intersektionalität, wie man tatsächlich Diversität schafft und was Authentizität in der Arbeitswelt aus Sicht von Afroamerikaner*innen bedeutet. Die Autor*innen machen im Vorwort deutlich: Vor allem auch weiße Menschen sollten das Buch lesen, um sich für die Karrierechancen von Afroamerikaner*innen einzusetzen.


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