Aus TIME wird VOTE: So will das Time Magazine die US-Amerikaner*innen zum Wählen animieren

Das Time Magazine ist bekannt für seine ausdrucksstarken Cover. Doch die kommende Novemberausgabe übertrifft alles. Anlässlich der Präsidentschaftswahlen in den USA hat sich das Magazin für ein Wahl-Cover entschieden und dafür mal eben TIME durch VOTE ersetzt. So etwas hat die Time seit der ersten Ausgabe von 1923 noch nie getan.

Unter dem Slogan VOTE ist eine Frau illustriert, die ein Bandana als Mund-Nasen-Schutz trägt, auf dem ein Wahlkasten und ebenfalls der Slogan VOTE zu erkennen ist. Das gesamte Cover ist in Blau- und Rottönen gehalten.

Die Illustration stammt von dem US-amerikanischen Grafikdesigner Shepard Fairey, der durch seine Wahlplakate von Barack Obama mit dem Slogan HOPE während der Wahlen 2008 bekannt geworden ist.

„Auch wenn es während einer Pandemie einige Hürden für die Demokratie gibt, wird die Frau auf dem Cover ihre Stimme und Macht nutzen, in dem sie wählt“, erklärt Fairey gegenüber der Time.

Die einmalige Chance

Edward Felsenthal, Chefredakteur der Time, schreibt: „Es war ein Jahr voller Schmerz, Not, Chaos und Verlust. Und sobald die Nationen der Welt anfangen, sich von der Pandemie zu erholen, ist klar, dass wir die für diese Generation einmalige Chance haben, unsere Einstellung zu ändern.“

Hinter dem Cover der November-Ausgabe steckt ein extra langer Bericht über die letzten Tage vor der Wahl und ein Guide, wie man in diesen außergewöhnlichen Zeiten sicher wählen kann.

Aber nicht nur das Time Magazine will die US-Amerikaner*innen zum Wählen bewegen. Seit Wochen überraschen uns immer wieder Aktionen, die Wahlbotschaften enthalten. So startete Reddit eine witzige Plakat-Kampagne, Patagonia versteckte Wahlempfehlungen in den Etiketts ihrer Shorts und die Simpsons widmeten der Wahl eine ganze Folge.

Was die Aktionen gemeinsam haben: Sie setzen alle auf denselben Kandidaten (Spoiler: Es ist nicht Donald Trump). Also, liebe US-amerikanischen Leser*innen: Geht wählen!      


Katharina Boecker

Katharina hat Germanistik und Anthropologie in der westfälischen Provinz Münster studiert, welche sie für den Journalismus verlassen hat. Sie lebt jetzt in Berlin und sammelt dort an allen Ecken Inspirationen fürs Schreiben - und fürs Leben im Allgemeinen. Wenn sie nicht gerade nach vergessenen 80er-Hits im Internet sucht, interessiert sie sich für Politik, Popkultur und Sport.

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